Aal

  • Aal (Anguilla anguilla)

    Der Europäische Aal ist ein geheimnisvoller und für mache ein etwas abstoßender Fisch. Durch seinen Schlangenförmigen Körper löst der Aal bei machen ein erschaudern aus, aber die meisten Angler schätzen diesen Fisch als willkommenen Fang. Mit Grundrute, Wurmbündel stellt so mancher Petrijünger dem Europäischen Aal beim Nachtangeln nach. Der Aal hat manche merkwürdige Verhaltensweisen und einige Besonderheiten die ihn unter den Fischen einzigartig machen. So lebt der Aal als Boden bewohnender Süßwasserfisch die Seen und Flüsse in fast gesamt Europa.
    Merkmale:
    Der Aal hat einen langgestreckten, schlangenförmigen, drehrunden Körper. Die Farbe auf der Körperoberseite ist schwarz bis dunkelgrün oder dunkelbraun. Die Unterseite ist gelblich, silberfarben bis hin zu weiß. Die Flossen bilden einen durchgängigen Saum, die Rückenflosse, die Schwanzflosse und die Afterflosse sind zu einer einzigen umlaufenden Flosse ausgebildet. Die Schuppen des Europäischen Aals sind als solche kaum zu erkennen, sie sind sehr klein und rund. Das Maul ist oberständig, das heißt das, der Unterkiefer etwas hervor sticht. Bei der Kopfform gibt es zwei unterschiedliche Ausprägungen, zum einen den sogenannten Spitzkopfaal und den Breitkopfaal, beiden Varianten unterscheiden sich im Nahrungsprofil.

    Lebensräume:
    Aale sind in allen Binnengewässern Europas und Nordafrikas verbreitet und werden auch in der Ost- und Nordsee gefangen. Keine Vorkommen gibt es im nördlichen Teil Skandinaviens und Russlands.

    Lebensweise:
    Er bevorzugt Flüsse, Bäche und Seen mit weichem oder schlammigem Grund, in dem er sich gerne eingräbt.
    Dazu muss der Boden aber frei von Faulgasen sein. Aber auch andere Unterstände wie bspw. Steinpackungen oder Bäume werden vom ihm gerne als Rückzugmöglichkeit genuzt. Dabei verlässt er am Tage selten sein Unterschlupf. Erst in der Dämmerung werden sie aktiv und gehen auf Nahrungssuche. In Flüssen suchen die Aale Bereiche, in denen das sauerstoffreiche Wasser vorbeiströmt nach Nahrung ab. Ungefähr ab Oktober sucht er sich dann ein Versteck und hält eine Art Winterruhe bis zum späteren Frühjahr.

    Nahrung:

    Die Aale, die in Flussmündungen und im Brackwasser leben, ernähren sich von kleineren Tieren, wie Flusskrebsen, Würmern, Krabben, Insektenlarven etc., sie sind in der Regel kleiner und spitzköpfiger (Spitzkopfaale) als die reinen Süßwasser oder Flussaale. Letztere ernähren sich von größeren Tieren wie Flusskrebsen, Fröschen, kleinen Fischen und sogar Mäusen. Sie sind schnellwüchsig und breitköpfig und werden als Breitkopf- oder Raubaale bezeichnet.

    Größe:
    Männliche Aale bis 50 cm lang und ca. 0,2 kg schwer, Weibchen dagegen bis 1,50 m lang und teilweise über 6 kg schwer.

    Alter:
    10 bis 15 Jahre, in geschlossenen Gewässern über 50 Jahre

    Vermehrung:
    Eines der größten Geheimnisse die diesen Fisch umgeben, ist seine Fortpflanzung. Im Spätherbst wandern die Laichreifen Aale aus den Binnengewässern ab, diese Blankaale machen in kurzer Zeit eine Metamorphose durch, das heißt das sie Ihre Verdauungsorgane zu Gunsten der Geschlechtsorgane zurückbilden. In einer halbjährigen Wanderung begeben sich die Aale bis hin zur Sargassosee im westlichen Atlantik. Bei etwa 19°C legen die Weibchen in einer Tiefe von bis zu 500 Metern ab, Aale Laichen nur ein einziges Mal und sterben dann. Die Jungtiere wandern in einem Zeitraum von drei Jahren bis zum europäischen Festland, dort wandeln die Jungfische innerhalb von nur 24 Stunden komplett ihre Gestalt. Von der Weidenblattförmigen Jungfischgestalt ändern Sie sich in die langgestreckte Aalartige Form, als sogenannte Glasaale wandern sie in die Binnengewässer ein.

    Geeignete Angelmethoden:
    Posen-, und Grundangeln. Empfehlenswerte Köder sind kleine Köderfische, (Tau-)würmer und Maden. In Nord- und Ostsee auch mit Wattwurm.

    Anmerkungen:
    Da der Aal in sehr vielen Gewässern durch Verschmutzung, Verbau und andere Gründe stark im Bestand zurückgegangen ist, sollte beim Angeln strengstens auf Mindestmaße und Schonzeiten geachtet werden!

    Quelle: www.angler-seiten.de

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