Döbel

  • Döbel (Leuciscus cephalus)

    Der Döbel ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.
    Der Döbel ist ein weit verbreiteter Angelfisch in unseren Gewässern. Man bezeichnet ihn auch als Dickkopf, was seiner launigen Art durchaus gerecht wird. Viele Angler sehen ihn als minderwertigen Fisch, was ihm aber Unrecht tut. Sowohl anglerisch, als auch kulinarisch ist er durchaus eine wertvolle Art.
    Merkmale.
    Die wichtigsten Merkmale des Döbel:
    • gestreckter, aber kräftiger, im Querschnitt fast runder Körper
    • großer Kopf mit stumpfer Schnauze und endständiger, tiefer Mundspalte, die fast
      zu den Augen reicht
    • relativ große, harte, dunkel umrandete Schuppen, die eine netzartige Zeichnung ergeben
    • entlang der Seitenlinie 44-46 Schuppen
    • Außenrand der Afterflosse in gespreiztem Zustand
      konvex nach außen gewölbt
    • Rückenfärbung grau-braun bis braun-oliv
    • Flanken hell bräunlich bis gelblich
    • Bauch weiß
    • Bauch und Afterflosse rötlich gefärbt
    • Flossenstrahlen: Rückenflosse 11-12, Afterflosse 10-12, Brustflosse 17-18, Bauchflosse 10,Schwanzflosse 19
    • Schlundzähne: 2.5-5.2, Enden gebogen
    Verwechslungsarten: Vom Hasel ist der Döbel durch die größeren Schuppen, die endständige Mundspalte und die Form der Afterflosse zu unterscheiden. Der Graskarpfen hat eine leicht unterständige Mundspalte und besitzt 5 deutliche Schuppenreihen unterhalb der Seitenlinie, der Döbel 3-4 Schuppenreihen. Der Nerfling besitzt kleinere Schuppen und eine weniger breite Mundspalte.

    Größe:
    Normalerweise der Döbel eine Größe von 30 – 50 cm, kann jedoch maximal bis zu 70 cm erreichen. Das Maximalgewicht beträgt ca. 5 kg.

    Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen:
    Der Döbel, als Süßwasserfisch, lebt in schnell fließenden Bächen und Flüssen und meist oberflächennah. Dabei bevorzugt er allerdings strömungsarme Bereiche hinter Steinen oder in Buchten. Sie bevölkern die Forellen- und Barbenregion, seltener die Brassenregion. Große Döbel stehen gern an tiefen, ruhigen Stellen abseits der Hauptströmung und mit Vorliebe im Mündungsbereich anderer Gewässer.Der Döbel ist in fast ganz Europa mit Ausnahme Schottlands, Irlands und dem Norden Skandinaviens zu finden. Er fehlt in Irland, Schottland, Nordskandinavien und Süditalien.

    Fortpflanzung:
    Seine Laichzeit erstreckt sich witterungs- und gewässerabhängig von April bis Juni. Rogner legen dann bis zu 150.000 Eier an Steinen und Wasserpflanzen ab. Die Milchner tragen in dieser zeit einen körnigen Laichausschlag auf dem Kopf.

    Nahrung:
    Kaum ein heimischer Fisch hat ein breiteres Nahrungsspektrum, als der Döbel. Jungfische, die im Schwärmen leben, ernähren sich bevorzugt von Larven und Nymphen, von Anflugnahrung und manchmal auch von Pflanzen.Mit zunehmendem Alter organisiert er sich in kleineren Schulen und wandelt sich zu einem Allesfresser mit einem deutlichen Hang zum Räuberischen. Würmer, kleine Fische und Amphibien stehen nun auf dem Speisezettel. Ins Wasser gefallene Früchte werden ebenso wenig verschmäht. Sie machen auch vor dem Laich und dem Nachwuchs anderer Arten nicht Halt. Das führt in einigen Gewässern zu Konflikten mit Forellen, deren Populationen durch einen übermäßigen Bestand an Döbeln nachhaltigen Schaden nehmen können.

    Quelle:fischlexikon.eu


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